Sonntagsimpulse für Familien

Impuls für Sonntag, 22. Mai

Dieser Sonntag hat einen lateinischen Namen: Rogate.
Das heißt übersetzt: 

Betet!

Viele Menschen zünden eine Kerze an, wenn sie alleine oder zusammen beten. Das könntet ihr jetzt auch tun.

Ihr könnt für euch selber beten und für andere Menschen in eurer Familie. Ihr könnt überlegen, an welche Menschen ihr beim Beten denken wollt. Das können Menschen sein, die ihr kennt oder die ihr mögt oder die es euch manchmal schwer machen oder deren Namen ihr nicht kennt, die in einer anderen Stadt oder in einem anderen Land wohnen.

Du kannst dein Gebet auch malen. Ihr könnt eure gemalten und geschriebenen Gebete auch mit Wäscheklammern auf eine Schnur hängen, dann begleiten sie euch die ganze Tage.

Ihr könntet zum Abschluss oder einfach so mittendrin das Vaterunser beten.

Betet!

In unserem Gesangbuch stehen viele Gebete für Kinder und Erwachsene, für schöne und schwere Zeiten.
Ein paar davon haben wir für euch ausgesucht.

Wie fröhlich bin ich aufgewacht,
wie hab ich geschlafen so sanft die Nacht!
Hab Dank, du Vater im Himmel mein,
dass du hast wollen bei mir sein.
Behüte mich auch diesen Tag,
dass mir kein Leid geschehen mag.
Amen.

Vater im Himmel, wir bitten dich um deinen Schutz für diesen neuen Tag. Du bist über uns und um uns. Du bist die Sonne. Du bist der leuchtende Himmel. Du bist Regen und Wind. Du bist selbst der Weg durch diesen Tag. Behüte uns vor allem Übel. Behüte die Menschen, die wir lieben, von der Frühe des Morgens an bis zur Ruhe der Nacht. Wir danken dir, dass du da bist, Vater im Himmel. Amen.

Allen Hunger, den wir haben,
stillen wir mit Gottes Gaben,
alles Dürsten, das wir stillen,
stillen wir mit Gottes Willen.
Alle Sehnsucht ist erfüllt,
wenn Gott selbst als Nahrung quillt.
Amen.

Lieber Gott, nun schlaf ich ein.
Schicke mir den Engel dein,
dass er treulich bei mir wacht
durch die ganze lange Nacht.
Schütze alle, die ich lieb.
Alles Böse mir vergib.
Kommt der helle Morgenschein,
lass mich wieder fröhlich sein.
Amen.

Lieber Gott, ich bin krank und liege im Bett. Gib, dass es nichts Schlimmes ist und ich bald wieder gesund werde. Ich danke dir, dass ich so lieb gepflegt werde. Wir gut, dass es Medizin gibt, die hilft. Ich bitte dich, behüte alle kranken Kinder, zuhause und im Krankenhaus. Hilf ihnen, dass sie gesund werden. Amen.

Lieber Gott, wir sind schnell dabei, Mitschülerinnen, Mitschüler, Lehrerinnen oder Lehrer zu beschuldigen, sie zu verurteilen. Aber es ist schwer, Schuld bei sich selber zu suchen und sie auch zuzugeben. Gib uns den Mut, unsere Fehler einzugestehen. Lass uns neue Wege zueinander finden. Amen.

Mein Gott, die Arbeit fordert oft mehr von mir, als ich leisten kann. Gib mir Gesundheit und Kraft, dass ich den Anforderungen standhalte und verständnisvolle Kollegen und Vorgesetzte finde. Amen.

Manchmal frage ich mich: Hat meine Arbeit eigentlich einen Sinn? Im Betrieb bin ich ja doch nur ein kleines Rädchen, das man jederzeit auswechseln kann. Ich bin unzufrieden. Ich frage, Herr, nach dem Sinn meines Tuns. Amen.

Gütiger Gott, im Betrieb gibt es Spannungen. Wir kommen nicht mehr miteinander aus. Neid und falscher Ehrgeiz vergiften das Klima. Kann ich etwas tun, dass es anders wird? Hilf mir, das richtige Wort zu finden, das Spannungen löst. Amen.

Wie lange noch, bis ich entlassen werde? Ich habe Angst, wenn ich an meine Zukunft denke: Ich verdiene weniger. Ich finde schwer etwas Neues. Und was werden erst die anderen, die Nachbarn und Freunde sagen! Herr, ich habe Angst, als Versager dazustehen. Amen.

Guter Gott, nun stehe ich da ohne einen Arbeitsplatz. Noch gestern dachte keiner daran. Wie ein Schlag traf es mich und die anderen Kollegen. Wie soll es nun weitergehen? Die finanziellen Sorgen sind nicht die größten. Unterstützung wird es auch geben. Doch wann und wo werde ich Arbeit finden? Wie wird sie sein? Alles ist so ungewiss, so fremd. Wenn mich nur der Mut nicht verlässt! Amen.

Betet!
 
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute,
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

 

Impuls für Sonntag, 15. Mai

Was ist dein Lieblingslied?
Ein Lied, das du lustig findest.
Ein Lied, bei dem du den Text weißt (zumindest meistens).
Ein Lied, bei dem du die Melodie magst.
Ein Lied, das dich in Schwung bringt.
Oder dich tröstet.

Früher hat man gesagt, dass Menschen, die in den Keller gehen, singen sollen. Damit sie keine Angst im Dunkeln haben oder nicht heimlich naschen können.

Hast du jemanden, mit dem oder der
du dein Lieblingslied singen kannst?
Singst du gerne mit andern zusammen?
Vielleicht mit Bewegungen dazu?

An diesem Sonntag freuen wir uns in der Kirche an der vielen schönen Musik, die es schon immer gab. Viele Geschichten in der Bibel erzählen vom Singen. Und vor allem von dem, was Singen bewirken kann:
Singen macht Menschen froh.
SIngen schenkt Gemeinschaft.
Singen gibt Kraft und Mut.

Meine Lieblingsgeschichte in der Bibel ist die vom Hirtenjungen David, der mit seiner Harfe für den kranken König spielt und ihn wieder gesund und froh macht.

Lieber Gott,
es ist schön, dass wir dich kennen und du für uns da bist.
Wir bitten dich, sei heute und an den kommenden Tagen mit uns.
Schenke uns Freude an der schönen Natur,
am Tanz der Schmetterlinge und dem Gesang der Vögel.
Lass uns miteinander Spaß und Freude haben.
Segne uns. Amen.

Wie wäre es heute mit einem kleinen Familien-Konzert?
Unterwegs beim Spaziergang oder daheim auf dem Sofa.
Den anderen vorsingen und miteinander singen.
Und dabei nicht zögern oder meckern,
wenn es ein bisschen ungewohnt klingt.

 

Impuls für Sonntag, 8. Mai

Da schaut einer nach oben und staunt.
Zumindest der Mensch.
Der Hund grinst selbstbestwusst.
Vielleicht weil er denkt: Kenn ich schon. Weiß ich schon.
Ich bin ein Teil davon. Ich gehöre dazu.

Wo könnte der Mann hinschauen?
Vielleicht auf das, was an diesem Sonntag gelobt wird.
Auf Gott und seine Schöpfung.

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.

Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern. Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah so. Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der zweite Tag.

Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an einem Ort, dass man das Trockene sehe. Und es geschah so. Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war. Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen ihr Same ist auf der Erde. Und es geschah so. Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringt, ein jedes nach seiner Art, und Bäume, die da Früchte tragen, in denen ihr Same ist, ein jeder nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag.

Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht. Sie seien Zeichen für Zeiten, Tage und Jahre und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf die Erde. Und es geschah so. Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch die Sterne. Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, dass sie schienen auf die Erde und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, dass es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag.

Und Gott sprach: Es wimmle das Wasser von lebendigem Getier, und Vögel sollen fliegen auf Erden unter der Feste des Himmels. Und Gott schuf große Seeungeheuer und alles Getier, das da lebt und webt, davon das Wasser wimmelt, ein jedes nach seiner Art, und alle gefiederten Vögel, einen jeden nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet das Wasser im Meer, und die Vögel sollen sich mehren auf Erden. Da ward aus Abend und Morgen der fünfte Tag.

Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jedes nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art. Und es geschah so. Und Gott machte die Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art und alles Gewürm des Erdbodens nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht. Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise. Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah so. Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.

So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte. Dies ist die Geschichte von Himmel und Erde, da sie geschaffen wurden.
BasisBibel

 

Impuls für Sonntag, 1. Mai
Ein Gruß von der Kirchenmaus Fieps

Liebe Kinder, liebe Eltern,

welche Tiere mögt ihr ganz besonders gern? Und warum ist das so? Redet mal miteinander darüber!

Ich selber liebe ja die Schafe sehr. Sie sind friedlich und so schön wollig. In der Bibel kommen sie ganz oft vor, auch bei besonders wichtigen Ereignissen. Ich denke etwa an die Bethlehem-Schafe aus der Weihnachtsgeschichte, die ihr alle kennt.

Der heutige Sonntag ist in der Kirche ist der Hirtensonntag. Gott wird in der Bibel immer wieder verglichen mit einem guten Hirten, der seine Schafe mit Namen kennt und liebt. Und einer der schönsten Texte dazu ist Psalm 23.

Dort wird in Form eines Gebets erzählt, was ein guter Hirte tut. Er sorgt dafür, dass seine Schafe keinen Mangel leiden müssen. Er lässt sie auf einer saftigen Wiese weiden und frisches Wasser aus Bächen trinken. Er zeigt seinen Schafen den richtigen Weg. Und selbst, wenn der mal durch dunkle Schluchten führt, in denen vielleicht Wölfe lauern, ist er mit dabei und beschützt seine Tiere. Er verteidigt sie mit seinem Stock und befreit sie aus Gestrüpp mit seinem Hirtenstab. Trotz aller Bedrohungen dürfen die Schafe sich auf ihn verlassen. Er gibt ihnen immer nur das Beste, es ist gerade gut genug für sie. Ein ganzes Leben lang bleibt das so. Bei ihrem guten Hirten haben die Schafe immer eine Heimat.

Auch ihr seid solche Schafe und habt so einen guten Hirten, ja, den besten Hirten überhaupt! Es ist Gott, der für euch sorgt, euch beschützt und begleitet. Zu ihm dürft ihr gehören. Er kennt euch mit Namen und vergisst euch nie. Ihr seid mittendrin in der Herde der Kirchenschafe - wie schön!

Und dazu eine kleine Detektivaufgabe für euch: Sucht doch miteinander den Psalm 23 in der Bibel. Wenn ihr mögt, könnt ihr ihn gemeinsam beten.

Einen schönen Hirtensonntag und viele liebe Grüße von Eurer Kirchenmaus Fieps